Beendigung des Projekts "Jugend auf Achse" zum 31. Dezember 2007


Offener Brief der Jugend-abteilungsleiter NDV / SDV

an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von "Jugend auf Achse" in den Jahren 2000-2006,

an die Vorstände der Vereinigungen und Verbände der Freikirche der Siebenten-Tags-
Adventisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz

und an die Freunde und Förderer von "Jugend auf Achse".


Liebe ehemaligen „Jugend auf Achs’ler“,
liebe Geschwister,

bereits seit über einem Jahr ruht „Jugend auf Achse“, das Jugendprojekt der Adventjugend in Deutschland. Eine Entscheidung über die Möglichkeiten der Weiterführung dieses Projektes ist bisher offen geblieben. Da der derzeitige Status für niemanden befriedigend ist, haben wir uns im Gespräch mit Projektleiter Thomas Kilian einvernehmlich – jedoch mit großem Bedauern –
dafür ausgesprochen, das Projekt zum Ende dieses Jahres offiziell zu beenden.

Die wesentliche Ursache dafür liegt darin, dass seitens der Verbände die zur Weiterführung des Projektes dringend notwendige Personalstelle nicht geschaffen werden kann. Alle Beteiligten seitens „Jugend auf Achse“ und die Verantwortlichen seitens der Freikirche der STA waren sich einig, dass dieses Projekt nicht ‚nebenbei‘ ehrenamtlich geführt werden kann. In diesem Fazit wird der außerordentliche Verdienst von Thomas Kilian in den „Jugend auf Achse“-Jahren für das Projekt deutlich.

Andererseits zeigt sich, dass sich der Grundgedanke „ein Jahr für Jesus zu geben“ durch ähnliche Angebote auf der Ebene verschiedener Vereinigungen bereits vervielfacht hat.

Angeregt durch ein Projekt in Südafrika, hat Thomas Kilian schon vor vielen Jahren begonnen, den Gedanken – ‚Zeit für Jesus‘ zwischen Schule und Ausbildung/Studium einzuplanen – auch in Deutschland umzusetzen. Mit  
„Jugend auf Achse“ wurde damit unter großem Einsatz diese Idee verwirklicht und entwickelte sich zum Vorreiter ähnlicher Projekte.

Begonnen auf der Marienhöhe in Darmstadt, gingen zwischen 2000 und 2006
rund 40 Jugendliche als  „Jugend  auf Achse“ auf Tour durch die Gemeinden
und erwarben sich mit missionarischen Straßenaktionen und Öffentlichkeits-programmen große Anerkennung. Sie haben über 100 Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz besucht, sind dazu mehr als 150.000 Kilometer gefahren, haben über 300 Straßenaktionen sowie über 100 Programme in Kindergärten und Schulen, etwa 200 Abendveranstaltungen und außerdem zahllose Gottesdienste, Jugendstunden und Workshops durchgeführt, mit denen sie weit über 100.000 Menschen erreichen konnten.

Viel wichtiger als diese Zahlen sind aber die Veränderungen, die bei Euch, den Teilnehmern selbst spürbar sind. Euer Glaube wurde gefestigt und Euer Verhältnis zu unserem missionarischen Auftrag ist natürlicher geworden. So haben sich viele von Euch Teilnehmern entschieden, mit eurem ganzen Leben Gott zu dienen. Mehr als zehn von Euch fassten den Entschluss für einen vollzeitlichen Dienst als Prediger, worüber wir uns sehr freuen.

„Jugend auf Achse“ war in den Jahren des Bestehens eine wichtige Säule innerhalb der missionarischen Arbeit der Adventjugend. Thomas Kilian hat mit dem Projekt ein ganz wichtiges Element der Jüngerschaft innerhalb der Jugendarbeit aufgegriffen, auf das wir in der Adventjugend nicht verzichten können.

Euch allen an „Jugend auf Achse“ beteiligten Jugendlichen sowie Thomas Kilian und seiner Frau Sharon wollen wir an dieser Stelle im Namen der Adventjugend beider Deutscher Verbände mit großer Hochachtung und von Herzen danken.

Die Adventjugend in Deutschland hat durch „Jugend auf Achse“ einen entscheidenden neuen Impuls bekommen, der sich bereits in verschiedenen nachfolgenden Projekten fortsetzt und weiter fortsetzen lässt. – Unserem HERRN sei Dank für alles, was er in diesen Jahren werden ließ und für alle Auswirkungen, die jetzt schon sichtbar werden.

Hannover, 18. 11. 2007


Martin Knoll
Adventjugend Norddeutscher Verband

Jochen Streit
Adventjugend Süddeutscher Verband



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